Unser Wochenendurlaub in Venedig – meine Geburtstagsüberraschung

Venedig 2017

Am 5. Oktober packte ich abends meinen Koffer. Die einzige Informationen die mir mein Verlobter gegeben hatte waren: sonniges Wetter und um die 20 Grad warm. Freitag früh ging es also los. Immerhin wusste ich nach ein paar Minuten, dass es zum Düsseldorfer Flughafen ging. Womit ich nicht gerechnet hätte: Das es nach Venedig geht. Ich hatte diesen Wunsch zwar schön öfters geäußert, aber da wir nächstes Jahr heiraten und noch groß in den Urlaub und in die Flitterwochen wollen, hatte ich diesen Wunsch erst einmal zurück gestellt.

Venedig2017Erste Erkenntnis: Nach Venedig fliegen von Düsseldorf aus nur Propeller-Maschinen. Viel viel kleiner als die normalen Flugzeuge. Aber interessant, wenn man beim Starten und Landen zuschauen kann, wie sich die Rollen des Flugzeugs ausfahren. Auf jedenfall haben wir an diesem Tag das Regenwetter in Deutschland gelassen und sind in Venedig bei strahlendem Sonnenschein gelandet, wo es vom Flughafen aus mit dem Wasser-Bus nach Venedig ging. Wenn man sich freut, dass man gerade mal zwei Stunden im Flieger sitzt und dann aber nochmal eineinhalb Stunden mit dem Wasserbus bis nach Venedig braucht…
Endlich in Venedig angekommen, ist diese Stadt einfach überwältigend. Jeder der schon mal da war, weiß genau von was ich spreche. Diese kleinen verwinkelten Straßen und Gassen. Die Häuser die so hoch und dicht aneinander gebaut sind, dass man teilweise die Sonne nicht mehr sieht und die Orientierung verliert. Das Wasser, die Menschen, die Kunst.

Venedig2017Nachdem wir unser Hotel – dank Google Maps- gefunden haben, waren wir überrascht, wie dicht es tatsächlich am St. Markusplatz liegt. Für alle von Euch, die noch nicht in wenig waren: Der St. Markusplatz (italienisch: Piazza San Marco) ist der bekannteste und zugleich bedeutenste Platz in Venedig. Es gibt kaum eine Uhrzeit, an dem dieser Platz nicht voller Menschenmassen ist. Auch wenn man ihn unbedingt mal gesehen haben muss, sind wir eher abseits der Touristenwege unterwegs gewesen, und haben uns unsere eigenen Wege zu den Sehenswürdigkeiten Venedigs gesucht. Dazu muss man erwähnen, dass von September bis Anfang November die meisten Touristen nach Venedig kommen. Solltet Ihr eine Reise nach Venedig planen, dann solltet Ihr euch überlegen zwischen Dezember und März zu fahren. Dort soll es am ruhigsten in der Stadt sein. Natürlich sollte euch dann kältere Temperaturen nichts ausmachen.

Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass es zwischen 11:00 Uhr und 18:00 am vollsten zu sein scheint. Das liegt leider daran, dass durchschnittlich vier bis sechs große Kreuzfahrtsschiffe pro Tag in Venedig anlegen. Wer die Nachrichten verfolgt hat weiß aber auch, dass Kreuzfahrtsschiffe in Zukunft nicht mehr direkt in Venedig anlegen dürfen. Die großen Kreuzfahrtsschiffe sind mit ein Grund dafür, dass Venedig jedes Jahr um knapp einen Zentimeter weiter sinkt. Zudem muss man Bedenken, dass die Bewohner Venedigs durch die Touristen, die von den Kreuzfahrtsschiffen kommen, kaum Einnahmen zu erwarten haben. Die Kreuzfahrt-Touris bekommen meist kostenlosen Essen auf ihren Schiffen und die Führungen durch die Stadt werden auch durch diese organisiert. Von daher bin ich ein großer Freund davon, die Kreuzfahrtschiffe aus Venedig zu verbanner, sodass die Stadt noch lange erhalten bleibt.

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Die kostenlose Tour durch Venedig

Wir wollten unbedingt eine geführte Tour durch Venedig machen, um noch mehr über diese Stadt zu erfahren. Natürlich gibt es hunderte Touristenstände, an denen man solch eine Tour für viel Geld buchen kann. Doch seien wir mal ehrlich: meistens sind diese Touren mit viel zu vielen Menschen, sodass man gar nichts versteht, oder die Touristenführer sprechen über ein Headset mit einem schlechten Englisch. Dafür wollten wir kein Geld ausgeben. Im Internet sind wir auf VeniceFreeWalkingTour gestoßen. Hier kann man eine kostenlose Tour durch Venedig buchen. Zunächst waren wir skeptisch, ob es denn auch wirklich kostenlos ist, denn immerhin dauert eine Führung zwischen 2 und 3 Stunden. Wir sind dann einfach zum Treffpunkt gegangen, der im Internet angegeben war. Was wir nicht wussten: Man hätte über die Internetseite Plätze für die Tour buchen müssen. Damit wird darauf geachtet, dass die Gruppen aus nicht mehr als 20 Personen bestehen. Das Glück war jedoch auf unserer Seite und so durften wir dennoch mit. Unser Guide war eine Kunst- und Literaturstudentin anfang 20, die in Venedig studiert und lebt. Ihr Englisch war nahe zu perfekt, sodass man sie wirklich gut verstanden hat.

Begeistert hat uns, dass wir nicht zu den üblichen Sehenswürdigkeiten gegangen sind, – die findet man nämlich auch alleine -, sondern sie hat uns das »echte Venedig« gezeigt. Zudem haben wir viel über das alltägliche Leben in Venedig erfahren. Am Ende der Tour gab es noch ein Gruppen-Photo und jeder konnte für sich selbst entscheiden, ob er dem Guide eine Art »Trinkgeld« geben wollte oder nicht.

Zuviel mag ich an dieser Stelle auch gar nicht verraten, denn vielleicht reist Ihr ja selbst demnächst nach Venedig. Dann kann ich euch die Tour nur empfehlen. Vorab könnt Ihr euch über die Tour gerne hier informieren oder direkt buchen: VeniceFreeWalkingTour.
Bei TripAdvisor könnt Ihr euch durch die vielen Bewertungen ebenfalls einen Eindruck verschaffen: TripAdvisor

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